Der Olivenbaum der Hexe

Wie man weiß, müssen Legenden, damit sie das werden, durch Fantasie gestützt und durch die Traditionen beschützt werden. In Magliano wird eine dieser Legenden überliefert, die zu dem allen auch einen Rekord aufzuweisen hat. Wir sprechen über den Olivenbaum der Hexe, ein Baum der etwa 3000/3500 Jahre alt ist.
Unter seinen Ästen sind viele Geschichte erzählt worden, aber eine bezaubert gleichermaßen Groß und Klein.
So wie alle mündlich überlieferten Legenden gibt es viele verschiedenen Versionen: ein Version erzählt, wie sich die Hexen der Maremma wie üblich zur Sommersonnenwende gemeinsam mit Faunen und Zentauren unter diesem Olivenbaum getroffen haben, um ihre Hexenrituale zu feiern. Andere Versionen erzählen von Zauberern und ihren Riten. Aber die berühmteste Version erzählt die faszinierende Geschichte einer Hexe, die jeden Freitag nachts rund um den Stamm diesen Baumes und zwang ihn dabei, in diesen verwundenen Formen zu entwickeln, die wir heute beobachten können; am Ende jedes Ritus verwandelte sich die Hexe in eine unheimliche Katze mit feurigen Augen, die dan Baum die ganze Nacht bewachte.
Auch wenn man nicht an diese Legende glaubt, sollte man diesen Olivenbaum unbedingt einen Besuch abstatten, ein in seiner Art einzigartiges Exemplar. Und hier kommen wir von der Legende auf den Rekord zu sprechen. Der Baum hat ein geschätztes Alter von 3000 bis 3500 Jahren. Damit ist dieser Baum einer ältesten Bäume Italiens, wenn nicht auch Europas. Experten haben mit der Radiokarbonmethode die Langlebigkeit dieses Baumes bezeugt; damit müsste dieser Baum älter sein als die Olivenbäume des Olivenhain von Getsemani sein.
Um ihn zu sehen, muss man nur die Kirche Santissima Annunziata gleich außerhalb der Stadtmauern suchen. Genau im Garten dieser Kirche, wo Heiligtum und Weltliches im Duft eines Olivenhains verschmelzen, die die Landschaft der Maremma prägt, erwartet der von der Zeit gezeichnete stolze Olivenbaum der Hexe mit einem Stamm von etwa achteinhalb Metern Durchmesser geduldig, dass die Geschichte weiter unter seinen Ästen geschrieben wird. Sein Anblick hat etwas Mystisches und Faszinierendes an sich. Das Bewusstsein, dass es diesen Baumschon 1000 Jahre vor der Geburt Christi gegeben hat macht seine Besucher klein aber dankbar. Der Olivenbaum teilt den Garten mit anderen tausendjährigen Bäumen. In diesem Garten atmet man Geschichte und beim Blick auf den Monte Argentario, der sich am Horizont erhebt und die Maremma im Westen begrenzt, kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.

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